Eigentum und Recht und Freiheit

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Produktbeschreibung

1918 endete die Monarchie in Deutschland und die Republik wurde ausgerufen. Kurz danach forderte das bayerische Königshaus der Wittelsbacher einen Ausgleich für das verlorene Vermögen vom Freistaat. Bis 1923 verhandelten beide Seiten über diese Frage. Von Beginn an wurde die Rechtmäßigkeit der Eigentumsforderungen von den Verhandlungspartnern nicht in Frage gestellt, obgleich in der Bevölkerung Vorbehalte herrschten. Die Studie greift diese Argumentation auf und verfolgt die rechtlich fundierten Begründungen für den Eigentumsanspruch der Wittelsbacher bis zum Ende der Weimarer Republik. Dabei steht die kontroverse Behauptung im Fokus, wonach es sich bei der Angelegenheit um eine genuin rechtliche und keine politische handelte. Die in der Studie aufgegriffenen Gerechtigkeitsdiskurse finden sich mit wiederholtem Verweis auf den Begriff "Billigkeit" in den Quellen selbst. Mit dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds, einer Stiftung des öffentlichen Rechts, der bis heute existiert, wurde 1923 ein Instrument geschaffen, um die Sicherung des standesgemäßen Lebens des früheren Königshauses zu gewährleisten. Die Bearbeitung basiert auf einem reichhaltigen Quellenkorpus und bietet neue Einblicke in die bisher nur wenig behandelte Thematik.